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Lexikon der Haushaltwerbung


Above-the-line

Eine gedachte Linie unterscheidet die klassische Werbung von der Verkaufsförderung und der Direktwerbung. Irrtümlicherweise werden die Begriffe „Above-the-line-Werbung“ und „Below-the-line-Werbung“ häufig wertend verstanden. Sie dienen jedoch Marketingabteilungen werbetreibender Unternehmen der Planung und Durchführung von Werbeaktionen, u.a. auch der Bereitstellung der entsprechenden Werbebudgets.
Über der Linie „Above-the-line“ sind die Werbeformen, die im Bereich der klassischen Medien liegen. Hierzu zählen Zeitungen, Zeitschriften, Hörfunk, Fernsehen, Kino und Außenwerbung. „Below-the-line-Werbung“ bezeichnet alle anderen Kommunikationsinstrumente: u.a. Internetwerbung, Direktmarketing, Haushaltwerbung, Verkaufsförderung, Aktionen wie Promotions, bei denen beispielsweise Flyer in Fußgängerzonen verteilt werden.

ACNielsen-Gebiete

Die Aufteilung Deutschlands in geografische Nielsen-Gebiete dient der Marktforschung insbesondere im Hinblick auf die Absatzentwicklung einzelner Produkte. Die Ergebnisse werden im Nielsen-Index erfasst, der nach dem bekannten Marktforschungsinstitut A.C. Nielsen benannt ist. Die allgemein anerkannte Gebietseinteilung und der Nielsen-Index sind wichtige Instrumente im Marketing und der Werbeplanung. Auch in der Haushaltwerbung werden die Nielsen-Gebiete berücksichtigt, jedoch gibt es hier inzwischen viele ergänzende Tools aus dem Bereich Geomarketing, die bei einer Gebietseinteilung beispielsweise bei einer selektiven Prospektverteilung zum Einsatz kommen.
In Deutschland bestehen die folgenden Nielsen-Gebiete:
Nielsen I: Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein, Niedersachsen
Nielsen II: Nordrhein-Westfalen
Nielsen III a: Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland
Nielsen III b: Baden-Württemberg
Nielsen IV: Bayern
Nielsen Va: Berlin West
Nielsen Vb: Berlin Ost
Nielsen VI: Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt
Nielsen VII: Sachsen, Thüringen

Agenturprovision

Ob bei der Prospektverteilung, Anzeigen- oder Beilagenbuchung, üblicherweise wird an die zwischen Medium und Kunde vermittelnde Agentur eine Provision von 15% vom Nettopreis der Schaltkosten gezahlt. Es gibt jedoch einen Trend zum Direktgeschäft ohne die Gewährung einer Agenturprovision.

Ambientmedien

Unter Ambientmedien versteht man Werbeträger, die in die alltägliche Umgebung der Konsumenten eingebettet sind. D.h. der Verbraucher trifft in seinem Alltag unerwartet auf einen Werbeträger, an einem Ort, an der er nicht mit Werbung gerechnet hat. Häufig erzielen diese Medien – solange sie neu und somit überraschend sind – eine erhöhte Aufmerksamkeit. Für die meisten der im Folgenden aufgezählten Werbeträger gilt dieser Überraschungseffekt jedoch nur noch bedingt: Werbehänger in U-Bahnen, Plakate an Toilettentüren, ungewöhnliche Werbebotschaften auf Pizzadeckeln oder auf Brötchentüten. Es handelt sich also um Werbeträger bzw. Werbemittel, die in den Verbraucher in bestimmten alltäglichen Situationen ansprechen. In Verbindung mit der Verteilung von Werbemitteln, Warenproben oder Incentives durch Samplingteams am gleichen Ort lässt sich der Effekt dieser Medien unter Umständen gezielt steigern.

Anzeigenblatt

In den letzten 20 Jahren hat sich die Medienlandschaft im Printbereich stark gewandelt. Die klassische Zeitung hat Abonnenten und Werbekunden verloren, während Anzeigenblatt und kostenlose Zeitungen an Bedeutung gewonnen haben. Sie lehnen sich in der Aufmachung an die Tageszeitung an, finanzieren sich aber ausschließlich über Anzeigenwerbung. Meist gibt es auch einen redaktionellen Teil, der jedoch im Verhältnis zum Gesamtumfang einen weitaus geringen Anteil ausmacht und fast ausschließlich regionale Themen aufgreift.

Auflage

Unter Auflage versteht man bei der Prospektverteilung die Anzahl eines zu verteilenden Druckerzeugnisses. Bei vergleichsweise günstigen Drucksachen entscheidet man sich häufig für eine hohe Auflage und eine flächendeckende Verteilung. Handelt es sich um ein hochwertiges Druckerzeugnis, das in einer relativ niedrigen Auflage gedruckt vorliegt, empfiehlt sich eine selektive Zustellung in ausgewählte Gebiete mit einer hohen Zielgruppendichte. Im Zeitungsgeschäft unterscheidet man zwischen verkaufter Auflage und verbreiteter Auflage. Die verkaufte Auflage bezeichnet die Anzahl der Exemplare, die durchschnittlich verkauft werden: an Abonnementen, im Einzelverkauf oder an Lesezirkel. Die verbreitete Auflage fasst die verkauften und die kostenlos verteilten Exemplare zusammen. Die Höhe der Auflage ist ein entscheidendes Argument für die Höhe des Anzeigenpreises oder des Beilagenpreises.

Beilage und Einsteckbeilage

Unter Beilage versteht man einen in einer Zeitung oder Zeitschrift lose eingelegten Werbeprospekt, der über dieses Trägermedium zum Verbraucher kommt. Der häufig auch verwendete Begriff der Einsteckbeilage bezeichnet eine nach dem Zeitungsdruck maschinell eingeschossene oder eingesteckte Beilage.
Die Beilage unterscheidet sich von der Direktwerbung dadurch, dass sie nicht direkt, sondern indirekt – d.h. eingesteckt im Trägermedium – an den Empfänger gelangen.

Below-the-line-Werbung

Alle nicht klassischen Werbemittel gelten als Below-the-line-Werbung. Zur „Klassik“ zählen Medien mit einer großen Reichweite wie Hörfunk, Fernsehen, Kino, Zeitungen, Zeitschriften und Außenwerbung wie beispielsweise Plakatwerbung und Citylightposter, die jedoch stets die Gefahr von hohen Streuverlusten beinhalten. Dem gegenüber gestellt werden Below-the-line-Werbemaßnahmen, zu denen Verkaufsförderung und der gesamte Bereich des Direktmarketings gehören. Während sich klassische Medien an ein großes Publikum richten, kann man den Below-the-line-Bereich als zielpersonengerichtetes Marketing bezeichnen. Es richtet sich z. B. an Besucher eines Marktes, an Haushalte, die Bewohner eines Hauses oder an einzelne Personen.

Briefkastenwerbung

Briefkastenwerbung ist kein Fachbegriff aus dem Direktmarketing, sondern steht eher Umgangssprachlich für alle Werbung, die in private Briefkästen zugestellt wird. Dies umfasst Prospekte, Handzettel, Kataloge und alle Sonderwerbeformen wie Post-it´s, Briefkastenhänger sowie Mailings und Postwurfsendungen.

Co-Kontrolle

Die Co-Kontrolle ist ein Begriff aus dem Qualitätsmanagement von Werbeverteilunternehmen. Nach einer Prospektverteilung sind Überprüfungen der Zustellqualität bei professionellen Verteilunternehmen eine Selbstverständlichkeit. Bei der Co-Kontrolle, die man auch Tandemkontrolle nennt, erfolgt eine gemeinsame Haushaltbefragung bestehend aus einem Mitarbeiter des Kunden und einem Kontrolleur des Zustellunternehmens.

Crossmedia

Unter Crossmedia versteht man eine Marketingstrategie, bei der mehrere Medien miteinander planvoll verknüpft werden: klassische Werbung mit Below-the-Line-Werbung, Direktwerbung und mit neuen Medien, Haushaltwerbung mit Außenwerbung etc. Die Kombinationsmöglichkeiten sind zahlreich. Strategisch besonders interessant wird es, sobald eine bestimmte Zielgruppen ins Visier genommen wird, und diese über unterschiedliche Werbekanäle erreicht werden soll.

Demografische Marktsegmentierung

Die Einteilung von Märkten nach demografischen Merkmalen von Zielgruppen kommt bei vielen Marketingmaßnahmen und verstärkt auch in der selektiven Haushaltwerbung zum Einsatz. Man versteht unter demografischen Merkmalen u.a. die Haushaltsgröße, Haushaltseinkommen, Geschlecht, Alter, Berufsgruppenzugehörigkeit, soziale Schichtung, Familien- bzw. Lebenszyklus, Religions- und Staatszugehörigkeit. Auf Grundlage dieser Unterscheidungsmerkmale lassen sich Märkte einteilen und Verteilgebieten zuordnen. Auch die Zielgruppenansprache kann anhand der demografischen Marktsegmentierung definiert werden.

Direktwerbung

In der Werbung nennt man den Verzicht auf einen Werbeträger (wie beispielsweise eine Zeitung) Direktwerbung. Dabei ist der direkte Kontakt zur Zielgruppe entscheidend. D. h. das Einwerfen von Prospekten, Katalogen, Warenproben und Werbebriefen – ob adressiert, teiladressiert oder unadressiert direkt in den Briefkasten zählt (im Unterschied zur Zeitungsbeilage) zur Direktwerbung im eigentlichen Sinne.

Exklusivverteilung

Die Exklusivverteilung ist ein spezieller Zustellservice von professionellen Prospektverteilunternehmen. Darunter versteht man die exklusive Verteilung eines Prospektes bzw. einer Zeitung. D.h. es werden zur gleichen Zeit keine weiteren Werbemittel bzw. Werbeträger von den Zustellern verteilt. Meist wird auch ein Verteiltag außerhalb der üblichen Verteiltage gewählt, wodurch eine hohe Aufmerksamkeit erzielt wird. In der Regel handelt es sich hierbei um selektive Prospektverteilung in ausgewählten Verteilgebieten mit einer hohen Zielgruppendichte.

Fehlstreuung

Unter Fehlstreuung bzw. Streuverlusten versteht man den Anteil der Kontakte, die ein Medium erreicht, die nicht zur Zielgruppe des Werbetreibenden gehören. Jeder Kunde möchte möglichst effizient seine Zielgruppe ansprechen. Dabei ist u.a. die Reichweite des Mediums im Verhältnis zum Zielgruppenanteil von Bedeutung. Streuverluste lassen sich nie ganz vermeiden, da man nur in Ausnahmefällen ausschließen kann, dass auch nicht Zielgruppenzugehörige erreicht werden. Daher ist das Ziel aller Streuanalysen und Streuplanung, Streuverluste so weit wie möglich zu minimieren. Eine möglichst exakte Planung mit minimalen Streuverlusten heißt Feinstreuung. Sie wird zumeist nur mit Direktmarketingmaßnahmen erzielt.

Feinstreuung

In der Streuplanung versteht man unter dem Begriff der Feinstreuung zumeist die unmittelbare Ansprache einer Zielgruppe ohne Streuverluste oder zumindest mit einem minimalen Streuverlust durch den Einsatz von Direktwerbung. D.h. Feinstreuung ist die direkte Ansprache einer lokalisierten Zielgruppe (in bestimmten Gebieten, Straßenzügen, Häusern, Haushalten oder an einzelne Personen).

Flugblätter

Siehe Flyer.

Flyer

Das englische Wort „Flyer“ hat das deutsche Wort „Flugblatt“ nahezu abgelöst. Es bezeichnet einen einfachen Handzettel, wird aber immer häufiger für mehrseitige Drucksachen in unterschiedlichen Formaten gebraucht. Damit wird Flyer zum Synonym für Werbedrucksachen generell und unterscheidet sich vom Katalog beispielsweise durch den Umfang und von der meist Image transportierenden Broschüre durch das Design.

Gemeindekennziffer

Die amtliche Gemeindekennzahl oder auch Gemeindekennziffer genannt ist eine Ziffernfolge zur Identifizierung aller politisch selbstständigen deutschen Gemeinden. Sie wird vom Statistischen Bundesamt vergeben und dient statistischen Zwecken. Man sollte sie nicht mit der fünfstelligen Postleitzahl (PLZ) verwechseln, hat aber eine ähnliche Funktion. Die Gemeindekennziffer besteht aus insgesamt 8 Ziffern, die sich wie folgt zusammensetzen: Die beiden ersten Kennziffern bezeichnen das Bundesland, die 3. Ziffer den Regierungsbezirk, die 4. und 5. Ziffer beziffern den Stadtkreis beziehungsweise den Landkreis und die Ziffern 6, 7 und 8 bezeichnen die Gemeinde.

Geographische Informationssysteme (GIS)

Beim Geomarketing (vgl. Geomarketing) zum Einsatz kommende Geografische Informationssysteme (Abkürzung: GIS) umfassen sowohl die Hard- und Software als auch die Datensätze und die Anwendungen zur Erstellung, Bearbeitung oder auch zum Verknüpfen von geografischen bzw. raumbezogenen Daten. Das Ergebnis einer GIS-Datenverarbeitung ist eine oder mehrere Karten, die durch die kartographische Visualisierung auch komplexe Zusammenhänge anschaulich und leicht verständlich wiedergeben. Diese Karten dienen im Bereich der Haushaltwerbung (vgl. Haushaltwerbung) verstärkt der Analyse, der Präsentation und der Organisation von Prospektverteilaktionen nach geografischen Gesichtspunkten beispielsweise in Kombination mit soziodemografischen Merkmalen.

Geomarketing

Zum Vermeiden von Streuverlusten und Minimieren von Druckkosten wird Geomarketing in der Haushaltwerbung als Planungstool eingesetzt, nicht zuletzt um den Einsatz von Werbebudgets zu optimieren. Unter Geomarketing versteht man das Zusammenführen von digitaler Geographie mit anderen externen und internen Daten wie etwa Kundenadressen, Kaufkraft, demografischen Daten, standortbezogenen Daten und Umsatzzahlen. Geomarketing ist hierbei der Überbegriff für Planung, Koordination und Kontrolle von Marketingmaßnahmen, die auf Geo-Informationssysteme (GIS) beruhen. Die Einteilung der Gebiete basiert auf einem sich immer wieder bestätigenden typischen menschlichen Verhalten, das „Kohortentheorie“ genannt wird: „Gleich und gleich gesellt sich gern.“ Dies besagt, dass einander ähnliche Konsumentengruppen meist auch in gleichen Wohngegenden leben. Mit Hilfe von Zielgruppenfaktoren wie Altersstruktur, Kaufkraft und Milieu-Typologien etc. lassen sich nach diesem Prinzip Wunschzielgruppen lokalisieren und zielgruppenspezifische Verteilungen von Werbemitteln planen und durchführen. Beispielsweise lohnt sich die Ermittlung von Verteilgebieten auf Basis von Geodaten besonders, wenn hochwertige Werbemittel, die in einer kleinen Auflage produziert werden,
 z.B. Fachmedien und Imagebroschüren gezielt verteilt werden sollen. Geografische Informationssysteme helfen bei der Kundenbindung und bei der Neukundengewinnung. So können Vertriebsgebiete gezielt nach ihrer Bewohnerstruktur (Kaufkraft, Alter etc.) angesteuert werden. Auch bestehende Statistiken lassen sich in das Verfahren einbinden und somit die Werbewirksamkeit von Verteilaktionen erheblich steigern.

Haushalte

Unter Haushalt versteht man eine oder mehrere Personen, die unter einem Dach leben und die eine gemeinsame Lebens- und Wirtschaftsführung verbindet. Diese Personengruppe umfasst familieneigene Personen ebenso wie nicht verwandtschaftliche Mitbewohner (wie zum Beispiel in Wohngemeinschaften) sowie Hausangestellte oder Untermieter.
Im Direktmarketing spielen Haushalte als Planungseinheit eine wichtige Rolle: Alle nicht adressierten Werbesendungen (z.B. Prospekte, Kataloge, Flyer) oder auch teiladressierte Werbebriefe („An die Bewohner der Musterstraße 12“) richten sich an Haushalte. Im Unterschied zu adressierten Werbebriefen (Mailings), die sich an Personen wenden. Daher nennt man die unadressierte Prospektzustellung auch Haushaltwerbung.

Haushaltszahlen

Im Zusammenhang mit Haushaltswerbung (beispielsweise Prospektverteilung oder auch Katalogzustellung) spielen Haushaltszahlen eine zentrale Rolle. Nach der Anzahl der Haushalte in einem bestimmten Verteilgebiet richten sich die Auflage der zu verteilenden Werbemittel und somit auch der Verteilpreis. Für werbetreibende Unternehmen ist es daher entscheidend, ob ein ausführendes Zustellunternehmen über aktuelle und zuverlässige Haushaltszahlen verfügt. Man kann auch auf die Dienste von unabhängigen Datenspezialisten zurückgreifen, die Haushaltszahlen anbieten, um die Auflage zu ermitteln. Professionelle Zustellunternehmen verfügen jedoch über sehr zuverlässige intern ermittelte Haushaltszahlen. Hierfür führen sie regelmäßige Zählungen der Haushalte in den Verteilgebieten durch. Dabei wird die Anzahl aller (erreichbaren) Briefkästen ohne Werbeverbotsschilder erfasst. Es handelt sich um anonymisierte Daten, die es ermöglichen, nahezu exakte Haushaltszahlen zu erhalten. Es liegt in der Natur der Sache, dass die erfassten Zahlen auch wieder regelmäßig überprüft und aktualisiert werden müssen. Veränderungen wie beispielsweise das Anbringen oder Entfernen von Werbeverbotsschildern oder der Bezug von fertig gestellten Neubauten müssen für künftige Verteilungen dokumentiert werden. Üblicherweise geschieht eine solche Aktualisierung der Haushaltszahlen permanent. Doch auch Aktualisierungen im vierteljährlichen oder halbjährlichen Rhythmus sind gebräuchlich und werden häufig von den Auftraggebern ausdrücklich gewünscht.

Haushaltwerbung oder Haushaltswerbung

Über die Schreibweise, ob mit „s“ oder ohne „s“ lohnt sich nicht zu diskutieren. Der Duden sagt, es geht beides! Unter Haushalt(s)werbung oder auch Prospektverteilung versteht man Werbesendungen, die in private Haushalte zugestellt werden. In der Regel wird Haushaltwerbung direkt in den Briefkasten geworfen und unterscheidet sich somit von der (Zeitungs-)Beilage, die von der Zeitung umhüllt ist. Haushaltwerbung richtet sich an den gesamten Haushalt statt an Einzelpersonen und ist daher unadressiert. Doch ist auch die teiladressierte Zustellung verbreitet („An die Bewohner des Hauses Musterstraße 10, in 12345 Musterhausen“). Meistens handelt es sich um die Zustellung von Flyern, Werbeprospekten oder Katalogen. Die Verteilung kann flächendeckend, aber auch selektiv nach unterschiedlichen Merkmalen (geografisch, soziodemografisch) erfolgen. Die Verteilung wird meist von Zustellunternehmen ausgeführt, die über ein Netz von Zustellern (meist Schüler, Studenten und Rentner) und Kontrolleuren wie Gebietsleiter verfügen. Haushaltwerbung wird häufig auch als unadressierte bzw. teiladressierte Werbesendungen, als Direktverteilung, Haushaltdirektwerbung, Briefkastenwerbung oder Prospektverteilung tituliert. Durch die zunehmende Präzision bei der selektiven Zustellung anhand von Geomarketing und weiteren Datenanalysen entwickelt sich das Medium Haushaltwerbung immer mehr vom Medium der breiten Streuung, das Masse bringt, hin zum zielgerichteten planbaren Tool für die direkte Zielgruppenansprache.

Prospektverteilaktion

Bei der Planung von Prospektverteilaktionen müssen sehr unterschiedliche Parameter berücksichtigt werden. Im Vorfeld werden Zielgruppen definiert, die Auflagen bestimmt. Eine der ersten wichtigen Überlegungen ist es, ob flächendeckend oder selektiv zugestellt werden soll. Hohe Reichweite zu erzielen und dabei Streuverluste zu minimieren, das setzt einen professionellen Zustellpartner mit den richtigen Planungstools voraus. Innerhalb dieser Planungsphase werden die Verteilgebiete ermittelt und ein Verteilplan aufgestellt. Im Mittelpunkt der Überlegungen steht ein effizienter Einsatz der eingesetzten Mittel, der auf eine hohe Werbewirksamkeit abzielt.

Prospektverteilung

(vgl. Prospektverteilaktion)
Unter Prospektverteilung versteht man im Allgemeinen die Zustellung von Prospekten an Haushalte. Diese erfolgt direkt in die Briefkästen und sollte von professionellen Zustellunternehmen ausgeführt werden.

Prospektzustellung

Prospektzustellung bezeichnet den direkten Einwurf von Werbesendungen in Briefkästen. Es handelt sich hierbei meist um unadressierte Prospekte, Flyer oder Kataloge. Sie können jedoch auch teiladressiert sein („An die Bewohner des Hauses“). Meist werden für die Prospektverteilung Direktverteilunternehmen beauftragt, die über ein Netz von Zustellern verfügen und eine professionelle Verteilung durchführen können. Eine sachgemäße Zustellung beinhaltet u. a. eine präzise Verteilgebietsplanung, eine termingerechte und logistisch einwandfreie Durchführung, die Einhaltung und Überprüfung von rechtlichen Bestimmungen (z.B. dürfen keine Prospekte in Briefkästen mit Werbeverbotsschild eingeworfen werden) sowie ein einwandfreies Qualitäts- und Beschwerdemanagement.

Response

Die Werbewirksamkeit lässt sich am direktesten am Response messen. Im Marketing bezeichnet Response (Englisches Wort für „Antwort“) das Verhalten eines Menschen infolge von Werbereizen. Beispielsweise werden 40.000 Flyer verteilt und es erfolgen 1.000 Bestellungen. Der Response ist von vielen Faktoren abhängig: Überzeugen Produkt und Preis? Gefallen Gestaltung und Ansprache? Zudem ist die Wahl des richtigen Zeitpunktes einer Werbeaktion entscheidend und vieles mehr.
Responsemessung wird im Einzelhandel häufig durch Kundenbefragungen durchgeführt: So werden Kunden an der Kasse oder im Verkaufsgespräch gefragt, wie sie auf das Angebot aufmerksam geworden sind. Der Response kann aber auch über das Internet abgefragt werden oder bei telefonischen Bestellungen durch Callcenter.

Warenprobe

Die Warenprobe, häufig auch Warenmuster genannt, dient dem Kennenlernen eines (neuen) Produktes und seiner Produktvorteile. Zumeist entspricht die Warenprobe im Design, der Aufmachung und dem Inhalt der eigentlichen Ware. Doch meistens ist sie wesentlicher kleiner. Der Endverbraucher kann so das Produkt nach Hause mitnehmen und kostenlos testen. Die Warenprobe kann sich als On-Pack-Warenprobe an einem anderen Produkt befinden, wird aber auch in der selektiven Haushaltwerbung in ausgewählte Haushalte zugestellt. Im Drogerie- und Parfümeriebereich ist es verbreitet Kundinnen und immer häufiger auch männlichen Kunden Parfumproben, Gesichtspflegepröbchen etc. beim Einkauf als Geschenk (Give-away) mitzugeben. Überzeugt die Warenprobe den Verbraucher, dann führt sie nicht nur häufig zu Spontankäufen, sie dient auch der Kundenbindung.

Werbe-Vertriebs-Organisationen Verbund e.V. (WVO)

Der 1985 gegründete Werbe-Vertriebs-Organisationen Verbund e.V. – bekannt unter der Kurzform „WVO“ – ist ein Zusammenschluss von Verteilunternehmen mit dem Ziel, hohe Qualitätsstandards in der Haushaltwerbung zu setzen und deren Einhaltung bei seinen Mitgliedern zu garantieren und regelmäßig zu prüfen. Er versteht sich als Interessenverband mit den Schwerpunkten „Beratung“, „Networking“ und „Imagetransfer“. Der Verbund hat die Rolle des Meinungsführers in der Branche im Austausch mit anderen Fach- und Berufsverbänden und gegenüber den Medien übernommen. Nicht zuletzt auch durch die Etablierung des ersten Expertenforum für Haushaltwerbung, des „Treffpunkt Briefkasten“. Mehr zu dem Branchentreffpunkt: www.treffpunkt-briefkasten.de.

Der WVO vergibt nach Prüfung das in der Branche anerkannte WVO-QS-Siegel. Die Mitgliedschaft im WVO und der regelmäßige Erwerb des WVO-QS-Siegels stehen für moderne Logistik, für die Einhaltung rechtlicher Vorschriften, für Transparenz gegenüber den Auftraggebern, die regelmäßige Aktualisierung von Haushaltzahlen und vieles mehr. Das WVO-QS-Siegel garantiert hohe Qualitätsstandards auf dem neuesten aktuellen Stand und dient Werbetreibende als Orientierung bei der Wahl eines Prospektverteilunternehmens bzw. Zustellunternehmens. Mehr zum WVO unter www.wvo.de.

Werbemittel

Werbemittel ist ein übergeordneter Begriff, der alle Werbeprodukte umfasst. In der Kommunikationswissenschaft bezeichnet man jedes Medium, über das Werbebotschaften von einem Absender zu einem Empfänger gelangen sollen – ob in gedruckter oder nicht gedruckter Form – als Werbemittel. Demnach zählen auch Funk- und TV-Spots, Anzeigen und Plakate dazu. Im Werbealltag bezeichnet der Begriff eher die Below-the-line-Werbung wie Prospekte, Flyer, Point-of-Sale-Werbung etc. als die klassischen Medien wie Plakat und TV.

Werbeträger

Medien, die Werbemittel transportieren bezeichnet man als Werbeträger. Hierzu zählen Zeitschriften, Zeitungen, Hörfunk- oder auch Fernsehsendungen. Werbung, die ohne Werbeträger auskommt, wird im Unterschied hierzu als Direktwerbung bezeichnet.

Werbeverbot

Das Werbeverbot untersagt bestimmten Berufsgruppen oder Unternehmenszweigen die werbliche Darstellung der eigenen Produkte oder Dienstleistungen. So dürfen beispielsweise Arztpraxen und Anwaltskanzleien nur bedingt bzw. sehr eingeschränkt um Patienten bzw. Mandanten werben. Werbeverbote bzw. -einschränkungen gelten aber auch in Bezug auf bestimmte Produkte: Zigarettenhersteller dürfen zum Beispiel nur noch wenige Werbekanäle nutzen, um ihre Zigarettenmarken zu bewerben. Ziel eines Werbeverbotes ist der Schutz von Verbrauchern, besonders in Hinsicht auf den Schutz der Jugend. Jedoch kann auch der Verbraucher selbst ein Werbeverbot aussprechen, indem er beispielsweise die Zustellung von kostenfreien Werbesendungen durch das Anbringen eines Werbeverbotsaufklebers am Briefkasten untersagt. Zustellunternehmen müssen dieses persönliche Recht auf ein Werbeverzicht berücksichtigen und dürfen in Briefkästen mit den entsprechenden Aufklebern keine unadressierte oder teiladressierte Werbung einwerfen. Ein professionelles, mit der Zustellung von Prospekten, kostenlosen Zeitungen und Katalogen beauftragtes Unternehmen überprüft regelmäßig die Einhaltung dieser gesetzlichen Bestimmungen bei Qualitätskontrollen, die von Gebietskontrolleuren durchgeführt werden.

Werbevertriebsunternehmen

Werbevertriebsunternehmen D.h. es handelt sich um Firmen, die unadressierte und teiladressierte Werbesendungen an Privathaushalte zustellen. Der Branchenverbund der Werbevertriebsunternehmen ist der WVO, der Werbe-Vertriebs-Organisationen Verbund e.V. Der WVO setzt sich u.a. für hohe Qualitätsstandards in der Haushaltwerbung ein. Die Mitgliedschaft im WVO dient Werbetreibende als Orientierung bei der Wahl eines Verteilunternehmens. Sie steht für hohe Qualitätsstandards. Synonyme zu Werbevertriebsunternehmen sind Verteilunternehmen, Prospektverteilunternehmen und/oder Zustellunternehmen.